180.000 Bachforellenbrütlinge in der Schunter

Am 28. Mai 2011 war es soweit: Die ersten Brütlinge aus unserem Bachforellenprojekt  „Wanderfisch 2020“ konnten in die Schunter gesetzt werden. Unsere Mitglieder Arne Tegge, Alexander Barnstorf-Brandes und unser 2. Gewässerwart Christoph Arth waren einen Tag an der Schunter unterwegs, um die 180.000 Brütlinge in die Schunter zu setzen.

Im nächsten Jahr hoffen wir auf weit größere Zahlen, da inzwischen die Kapazität des Bruthauses wesentlich erhöht worden ist.
Das Projekt „Wanderfisch 2020“ soll Salmoniden, die früher im Weserflusssystem heimisch gewesen sind, wieder einzubürgern. Früher war die Bachforelle eine in Schunter und Oker weit verbreitete heimische Fischart. Heute ist leider festzustellen, dass die Bachforelle in Niedersachsen in der „Roten Liste“  mit dem Status 3 „Gefährdet“ geführt wird. Der atlantische Lachs und die Meerforelle gelten seit den 50er Jahren als ausgestorben. Trotz intensiver Besatzmaßnahmen konnte jedoch in keinem norddeutschen Gewässer ein sich selbst erhaltender, nicht von Besatz gestützter Lachsbestand etabliert werden.
Der Zustand von Schunter und Oker ist in den letzten 20 Jahren erheblich verbessert worden. Einerseits wurde der Schadstoffgehalt bei der Einleitung von Abwässern durch die Verbesserung von Kläranlagen deutlich gemindert, und andererseits wurden mit erheblichem Aufwand Wanderhindernisse wie Wehre und Wasserkraftanlagen für Fische wieder passierbar gemacht. Die Beseitigung dieser Wanderhindernisse wird nicht zuletzt durch die Wasserrahmenrichtlinie 2010 der EU gefordert.
Wie wir bereits mehrfach berichtet haben, konnte dank der großzügigen Unterstützung von Bingo-Lotto und privaten Spendern unsere Fischaufzuchtanlage für dieses Projekt  umgebaut werden. Zu den wesentlichen Verbesserungen gehören die Beschaffung von Brutschränken, einer Eiersortiermaschine, diverser Filteranlagen und die vollständige Erneuerung der Elektroinstallation im Bruthaus. Besonderen Wert haben wir auf eine hohe Energieeffizienz der Anlage gelegt, da die Betriebskosten in Aquakulturanlagen häufig enorm sind.
Leider gab es bei der Lieferung einiger Komponenten erhebliche Verzögerungen, so dass sich die endgültige Fertigstellung des Bruthauses bis in den August hinzog. Nun kann Thomas Fritsch als Leiter der Fischzucht der nächsten Brutsaison zuversichtlich entgegenblicken, und er hofft auf die Unterstützung einiger Mitglieder, um dieses große Projekt umzusetzen.
Der ASV Braunschweig dankt allen Spendern und Ehrenamtlichen, die dieses Projekt tatkräftig unterstützt haben. Wir danken folgenden Spendern ganz besonders:
Niedersächsische Bingostiftung
aquaFUTURE e.K. (Dietmar Firzlaff)
N+L Elektrotechnik (Matthias Lichter)
das aquarium (Harald Soßna)

 

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